Auf den ersten Blick erscheint die Entwicklung der PV-Freiflächenanlagen positiv. Im ersten Halbjahr 2026 wurde der gesamte Photovoltaik-Zubau in Deutschland insbesondere von Freiflächenanlagen getragen. In mehreren Monaten lag ihr Zubau deutlich über dem jeweiligen Vorjahresniveau.
Die aktuellen Zahlen spiegeln allerdings nicht zwangsläufig die Bedingungen wider, unter denen heute neue Projekte geplant werden. Nach Einschätzung des Branchenverbandes BSW beruhen die positiven Zubauzahlen des ersten Halbjahres 2026 vor allem auf Projektentscheidungen aus der Vergangenheit.
Für neue PV-Freiflächenanlagen wird das Marktumfeld dagegen anspruchsvoller.
Mehrere Faktoren kommen zusammen: sinkende Capture-Preise, niedrige Renditeerwartungen, Unsicherheiten über den zukünftigen CfD-Förderrahmen sowie Schwierigkeiten beim Netzanschluss. Gleichzeitig erhöhen die weiter sinkenden Zuschlagswerte den wirtschaftlichen Druck auf neue Projekte.
Gerade für Unternehmen, die sich langfristig mit der Beschaffung von erneuerbarem Strom beschäftigen, ist diese Entwicklung relevant. Eine hohe Zahl neuer PV-Freiflächenanlagen bedeutet nicht automatisch, dass neue Projekte unter den heutigen Marktbedingungen ebenso einfach wirtschaftlich realisiert werden können.