Die Auswertung zeigt, dass überschüssiger PV-Strom bei hoher Einspeisung die Spannungen im Niederspannungsnetz erwartungsgemäß ansteigen lässt. Gleichzeitig deutet die Untersuchung darauf hin, dass überschüssiger PV-Strom an den untersuchten Standorten überwiegend innerhalb der zulässigen Spannungsbereiche verarbeitet werden konnte.
Der durchschnittliche Spannungswert aller gemessenen Netzanschlusspunkte erhöhte sich von rund 234 Volt am frühen Morgen auf etwa 238,5 Volt gegen Mittag. Bereits am Nachmittag sank der Mittelwert wieder auf ungefähr 235,5 Volt. Der durchschnittliche Spannungshub betrug damit rund 4,5 Volt.
Auch der Anteil der Messpunkte im oberen Spannungsbereich zwischen 243 und 253 Volt nahm zur Mittagszeit vorübergehend zu. Während morgens etwa fünf Prozent der Anschlüsse in diesem Bereich lagen, stieg der Anteil gegen Mittag auf rund 18 Prozent und sank anschließend wieder deutlich ab.
Die Autoren werten diese Ergebnisse als Hinweis darauf, dass selbst an einem Tag mit hoher Solarstromerzeugung und geringer Stromnachfrage die zulässigen Spannungsbereiche an den untersuchten Anschlüssen überwiegend eingehalten wurden.